Bildung

5 - Lebensbildung
Was zu einer einsichtigen Lebensweise, basierend auf einem nüchternen Alltagsverstand, weiter notwendig ist, ist eine Ausbildung in der Anwen-dung des Gelernten - eine große, praktische Lebenskunde. Diese wäre das dritte Gebiet der Bildung. Nach 'Theorie', Selbsthandhabung, die 'Welthand-habung', die heute sehr im Argen liegt.

Wie läuft eine Handlung ab - von Planung, Beschluss, Herstellung der Be-dingungen über Ausführung bis Nachbereitung und Abschluss? Warum ist Ordnung besser als Unordnung? etc. Was heißt Heilheit des Lebensemp-findens und des Handelns? Wie stellt man sie her, wie bewahrt man sie? Was ist konzentriertes Arbeiten? Welche Bedingungen sind dazu notwen-dig? Wie funktioniert eine Firma? Wie funktioniert die Kalkulation? - der Verkauf? - der Einkauf? - was ist unternehmerisches Denken? Wie geht man mit Geld um? Was ist Diplomatie?, wie löst man Konflikte? Was ist eine Gemeinschaft? Was ist Sex?, was ist Aggression - wie funktionieren sie? Wo kommt die Milch und das Brot her? Was ist Recht? Wie entsteht es? Wie wird es angewandt? - Wie funktionieren die Dinge zeitlich? Was können die Folgen von Entscheidungen sein? etc. etc. etc. Die Kinder werden mit die-sen Dingen unvorbereitet konfrontiert und müssen mühsam die Fakten sam-meln - und das kostet sie überflüssig Zeit und überflüssige Mühe. Ein solcher Unterrichtsbereich kann davon sehr viel ersparen und eine erhöhte Fähigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Leben vermitteln.

Das ergibt drei Bildungszweige: 'lexikale' Sachbildung, als zweites Men-schen-/Evolutionskunde und Selbsthandhabung und als drittes Handhabung der Vorgänge - Lebenskunde. Diese drei Bildungszweige zusammen erge-ben eine große Grundausbildung. Von der Menge her dürfte es als Minimum einer Hochschulausbildung von heute entsprechen - und zwar für alle. In die-ser Ausbildung müsste schon von klein auf, dem jeweiligen Alter angepasst, Ethologie und Psychologie beinhaltet sein. In einer einsichtigen Lebens-weise ist die Einsicht in die eigene Person - eine lebenslange analytische Betätigung - unerlässlich. Das wird die psychische Hygiene sein, wie heute die körperliche Hygiene. Die 'Sauberhaltung' und Fitness der eigenen Psy-che wird ein selbstverständlicher Anspruch sein. Aus diesem Grund müssen 'dort' sehr viele analytisch ausgebildete 'Trainer' für die psychischen Berei-che unterwegs sein, nicht nur als Interventionskräfte bei Störungen, wie Psychotherapeuten heute, sondern als 'seelische Aerobic- oder Yogalehrer' - als 'Trainer' für die seelische Fitness.

Weiter - das zeigt mir die Erfahrung - ist für die Entwicklung einer 'nüch-ternen', funktionsmäßigen Einsicht das Erlernen eines Handwerks unerläss-lich. In vielen Berufen des humanen Bereichs finden wir so viel Dünkel und Destruktivität, weil diese Menschen nicht wissen, wie etwas praktisch funk-tioniert...

Da - und das ist heute schon so - in einer einsichtigen Welt die Methoden sich laufend ändern, müsste eine solche Lebensweise nach der Grund-ausbildung anschließendes lebenslanges Lernen beinhalten. Da aber 'dort' nicht mehr die Körpererhaltung im Zentrum stehen würde bzw. wird, wird die Entfaltung und Bereicherung der eigenen Persönlichkeit ein ebenso wichti-ges Betätigungsfeld sein.

Weiter, das 'lebenslange Lernen' wird zusätzlich zum heutigen Werkzeug-Lernen auch lebenslanges persönliches Wachstum, die Vergrößerung des eigenen menschlichen Formats beinhalten - nämlich die systematische Vergrößerung. Heute wird persönliches Wachstum ohne System, einzig durch die Aufgaben besorgt, die ein Mensch auf Grund unbewusster Fakto-ren sich auswählt - oder es wird dem Leid überlassen, das einen Menschen im Laufe seines Lebens erreicht... Eine einsichtige Lebensweise ist eine Entwicklungslebensweise.

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Wie stelle ich mir eine einsichtige Gesellschaft vor?
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Warum kann man es nicht SOFORT verwirklichen?
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