Was tue ICH jetzt im Interesse der Sache?
Was kann schon ein Einzelner tun, angesichts dieser planetarischen Auf-gabe - mit den kleinen Kräften, die einem in diesem kurzen Leben zur Ver-fügung stehen?
Ich meine sehr viel - genauso viel, wieviel die Kräfte dieses 'Einzelnen' 'hergeben'. So kümmere ich mich zunächst nicht um die Größe noch um die Schwere der Aufgabe, vielmehr bleibe ich trotzdem aktiv; - auch wenn mein Beitrag nur ein Sandkorn im Mörtel des unermesslich großen Gebäudes ist - immerhin, jeder dieser Sandkörner ist notwendig für das Gebäude... Viele haben vor mir am 'großen Werk' gearbeitet - die Ergebnisse ihrer Arbeit sind echt und da -, viele arbeiten auch heute daran, und viele werden auch noch daran arbeiten. So möchte ich auch einen Beitrag leisten - das 'Ge-bäude' soll wachsen, das ist tiefstes 'Herzensanliegen' von mir, weil ich aus 'tiefstem Herzen'... - besser leben möchte.
Leider habe ich etwas 'verkomplizierte' Vorstellungen über dieses 'bessere Leben'. Es wäre schön, wenn dafür das heute Übliche genügte - 'viel Geld', ein paar Häuser, Flugzeug, große Autos etc. pp. Davon mag natürlich vieles reizvoll sein, und es ist auch verhältnismäßig einfach zu beschaffen. Trotz-dem reizt es mich nicht ein Hundertstel im Vergleich zur Möglichkeit, mit ei-nem Menschen aus der Tiefeneinsicht zu Tiefeneinsicht kommunizieren oder handeln zu können. Berne sprach von 'Intimität' in diesem Zusammenhang, und die hat sozusagen eine 'Tiefenversion'. Das gemeinsame und gegen-seitige Sehen mit allen Begleitfunktionen - sollte es klappen -, ergibt einen Einklang, eine Verbindung, eine 'kräftigende Harmonie' im gemeinsamen Menschsein, deren Schönheit kaum zu übertreffen ist. Das ist quasi 'das Geilste was es gibt' - zumindest so in den Alltagszuständen. Dagegen ist das verblüfft-neidisch-baffe Angegucktwerden im 'Rolls-Royce' geradezu ein Dreck. Die einsichtige Verbindung trägt, gibt Kraft und erweitert - gegensei-tig. Und je mehr Menschen daran beteiligt sind, um so größer ist diese Kraft. Wir alle kennen diese Erlebnisse, bei denen viele Menschen zusammen-kommen und dabei alles Destruktive zu Hause lassen - Stichwort 'Wood-stock' - und nur 'das Gute' leben - zumindest zeitweilig. Es ist nämlich kein Zufall, dass solche Events derartige Anziehungskraft haben - da kann man eben kollektiv Mensch sein und dieses 'Einsseinserlebnis' trägt...
Nun, ich verrate es: Man kann es auch im Alltag oder zumindest im normalen Leben ohne jedes 'Woodstock' haben - schon im kleineren Kreis auch, ja, zwischen nur zwei Menschen auch. Man muss einander nur 'tief' sehen und damit bejahen - Beweis hierfür ist die große Trauer, in die Montaigne verfiel, als sein Freund und 'Seh-Partner' de la Boétie starb. Aber - mehr geben mehr...
Was tue ich also, für die 'Deliverance from the...' - um mit Sir Paul zu spre-chen - nämlich, Uneinsicht? Wie „ein Schimpanse kein Schimpanse” ist, macht 'allein einsichtig' erst recht 'keinen Spaß', ja, von einem einsichtigen sozialen Feld abgeschnitten zu sein, ist eine unendlich traurige Situation. Hierüber können uns einige jener tragischen Persönlichkeiten der Kulturge-schichte Zeugnis geben, die ich zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Site unter „Helden der Einsicht” aufzählen werde.
Aber 'Einsicht einsam' ist zu gleich auch ein großes Handicap. Das tragende Feld fehlt, und das schwächt sehr. Ich bin allerdings nicht einsam, so möchte ich doch mit anderen in Verbindung treten, die sich angesprochen fühlen.
- Im Moment mache ich hierzu gerade diese Site. Das ist das 'recenteste event'. Heute ist der 20. November 2008 und ich begann am 3. daran zu arbeiten. Am 3. Nov. wollte ich einen ungarischen Apfelkuchen backen, ge-nauer, an diesem Tag begann ich mit den Planungen dafür - es war schon ein alter Wunsch von mir - aber ich sagte, vorher beginne ich den Text für diese Site. Ich habe dann auch noch die Zutaten gekauft, das Ergebnis ist trotzdem, dass ich bis heute keinen Apfelkuchen gebacken habe, den zuge-hörigen Sauerrahm schon zweimal aufgegessen und nachgekauft habe, ebenso die erste Zitrone 'mit unbehandelter Schale'... - Wann der Kuchen fertig wird, weiß ich nicht - an dessen Stelle habe ich alles geschrieben, was 'Du Oh Wanderer' - Sie liebe Leserin und Leser -, bis hierher gelesen ha-ben/hast. - Ah ja! - das habe ich beinahe vergessen - seitdem hatte ich auch drei Vortragstermine und die Manuskripte hierzu vorher geschrieben, also war die Site nicht allein 'Schuld' am 'delayed Apfelkuchen'...
- Ich war allerdings auch schon vorher aktiv. Wie ich schon sagte, seit ziem-lich genau 40 Jahren denke ich über die Evolution der Psyche nach, arbeite also seit Jahrzehnten an der Enträtselung des Systems, aber ich machte davor drei Jahre Vorstudien - oder eben fünfzehn Jahre, je nach dem, was ich alles an Studien und Lektüren dazuzähle. Konkret waren es drei Jahre, nachdem ich den Artikel über die Verhaltensforschung gelesen habe.
Das Ergebnis dieser Studien ist eine Methode, für die ich bei der Namens-suche beim Namen »Evolutionäre Analyse« landete. Sie ist die Methode der Einordnung der Faktoren in uns und um uns. Diese sind nämlich vielfach bis zur Unkenntlichkeit getarnt. Mit dieser Methode kann man praktisch alle Motive der Abläufe, die Menschen und Tiere betreffen, weiter die Motive der Taten des Menschen freilegen. Als ebenso geeignetes Werkzeug erwies sie sich, die großen Geschichten der Menschheit zu analysieren, die ja die Situation des Menschen im Kosmos darstellen. So kann man mit der Evolu-tionären Analyse die Menschheitsgeschichte selbst, die Mythen von Gilga-mesh, Mahabharata über die Bibel und Ödipus, die Mythologien des Alter-tums und den Faust bis zu den James-Bond- oder Indiana-Jones-'Mythen' analysieren - und aus einem Staunen in die andere Faszination fallen, WAS sie alles erzählen, wenn man sie versteht. Dann versteht man die Macht der Bilder - warum sie die Menschen in so dramatischem Ausmaß bewegt haben und bewegen, dann versteht man, warum Augustinus Aurelius so alar-miert war, als er von Antonius gehört hatte und was für eine Wirkung das auf den Zölibat hatte, und was dieser 'Zölibat' überhaupt evolutionär betrachtet ist... (Besonders angetan bin ich allerdings vom altrömischen Gott »Janus« und von der Ödipus-Geschichte, die - mir - etwas völlig Anderes erzählte als Freud. Ebenso tief beeindruckt bin ich weiter vom Orakelwesen des alten Griechenlandes...)
- Die »evolutionäre Analyse« wende ich allerdings zunächst auf mich selbst an - als nächste Aktivität. Ich versuche möglichst einsichtig zu werden, was vielfach in einen Kampf ausartet. Wie dieser Kampf öfters ausgeht, darüber möchte ich diskretes Schweigen bewahren, - „Hope of...” - die Einsicht gehört zu den größten Abenteuern auf der Erde...
Das alles war eine größere Arbeit. Ich musste nicht nur in die Evolution der Psyche einen großen Einblick gewinnen, sondern auch in mich selbst und dort so weit aufräumen. Sich - seine Taten, Gedanken, Gefühle und Motive - evolutionär zu analysieren - und dann evolutionär zu trainieren - ist nämlich ein größerer Job. In einer einsichtigen Welt gibt es nämlich keine Rivalität. Dieses typische innere Aufwallen der 'Gefühle', die man in der hiesigen Welt beim Auftauchen eines Konkurrenten erlebt, existiert dort nicht. Die anderen mögen als Beispiel dienen - sie können ja besser sein als ich - aber messen misst man sich an sich selbst. Man sagt sich: „Der ist der, ich bin ich.” Die einzige Frage ist, ob ich heute 'besser' bin als gestern. So wollte ich einen bestimmten Punkt erreichen, der meinen Vorstellungen entsprach. Das war meine 'evolutionäre Lehranalyse' in Eigenanalyse. Da ich ja die Methode erfand, konnte ich zu niemand anderem gehen... Dies habe ich aus demselben Grund gemacht, aus welchem heute Lehranalyse gemacht wird: Um, wie unter 'Bildung' beschrieben, die 'Theorie' auch in der Anwendung auszuüben. Ich wollte quasi sicher sein, bevor ich etwas sage, und erst recht, bevor ich Impulse setze...
- Dann - und das läuft auch schon seit vielen Jahren - 'entstand' um mich herum ein kleines Netzwerk. Das lief genauso, wie ich es von dieser Site erhoffe, dass sie wirken wird: Manche Menschen reagierten auf die Zeichen, die ich gab - es war eben ihres, ich habe es nur formuliert. Ich induzierte sozusagen ein psychisches Feld im oben beschriebenen gegenseitig tra-genden Sinne - es sind beglückende Verbindungen, die ich auf keinen Fall missen möchte. Und aus diesem Netzwerk erhielt ich auch viele Beiträge zu meiner Analyse, die große Hilfe darstellten - und -stellen. Also habe ich tatsächlich schon einiges von dem 'guten Leben' von oben - aber ich möchte mehr davon haben...
Dieses Netzwerk betrachte ich als eine Art 'Zentrum' - Zentrum in psy-chisch/mentaler Form.
- Ich sagte schon, dass die Volleinsicht ein tragendes, helfendes Feld/Netz sein wird. Mir geht es als nächste Stufe darum, dieses tragende Netz der Volleinsicht in bescheidenem Rahmen oder eben in Rudimenten vorweg-zunehmen - und das nicht ganz uneigennützig. Es ist einfach zu schön...
So arbeite ich als nächster Punkt daran, den Gedanken der Einsicht mög-lichst zu verbreiten. In Gesprächen interpretiere ich oft die Situation, ver-suche zu zeigen, welche Faktoren am Werk sind, und wo speziell Einsicht. Besonders freut es mich immer, wenn die/der Gesprächspartner nach einiger Zeit der Verbindung selbst das Wort 'Einsicht' oder ähnliche im hiesigen evolutionären Sinne ausspricht und damit einen Ablauf treffend interpretiert - dann weiß ich, dass die Partner das System als genauso auf die Realität passend erleben wie ich.
Im Rahmen dieser Verbreitung halte ich Vorträge und Seminare, deren Thema die evolutionäre Selbstentwicklung in allen ihren Aspekten ist. Hierbei versuche ich Leute dahingehend auszubilden, dass sie das System weitergeben können. Es geht dabei um die Ausbildung zur Evolutionsanaly-tikerin und zum Evolutionsanalytiker - kurz, zum Evolutionskenner. Diese Leute sollen quasi 'Agenten der Einsicht' werden, die zu der 'Voll-endung des großen Werkes' - zur Einsichtigwerdung der Erde - beitragen, indem sie selbst an ihrer Einsicht arbeiten und es auch anderen vermitteln.
Und jetzt, als ich dies schreibe, denke ich an manche dieser Leute - Freun-de - und es fällt mir auf, dass sie praktisch allesamt in einem schweren Kampf um ihre Einsicht stehen. Es gibt massive innere wie äußere Fak-toren, die hindern. Hierbei versuche ich sie zu unterstützen, so weit es mir möglich ist und sie unterstützen mich auch - oft schon allein durch ihre Existenz. Ja, der Planet macht es einem nicht leicht - anscheinend soll die Bedeutung der Sache und die Freude über die Ergebnisse sehr groß sein, wenn man so schwer dafür kämpfen muss...
